Netzwerk für die Messie Selbsthilfegruppen und Angehörigen Selbsthilfegruppen Deutschland


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Fortbildung

für Teilnehmer aus den Messie-SHGen

Wenn in einer Messie-SHG Tendenzen zum Tragen kommen, die weg von der oberflächlichen Betrachtungsweiser der eigenen Handlungsstörung hin zum Kernproblem führen, entstehen ganz bestimmte Bewältigungsstrategien, die man als Selbstheilungsversuche interpretieren könnte. Solche Selbstheilungsversuche wollen wir aufgreifen, um in anderen Messie-SHG ähnliches anzuregen.

Wir wissen mittlerweile durch wissenschaftliche Untersuchungen, dass einige Faktoren, die für das Entstehen des Messie - Syndroms eine bestimmte Rolle spielen, wie z. B. die Frustrationstoleranz, ursächlich dafür sind, dass Betroffene schneller als andere Menschen resignieren. Betroffene erleben in ihren Handlungen sich selbst als machtlos und unwirksam, ihren Willen umsetzen zu können. Daraus resultiert unter anderem die Tendenz, sich sozial zurückzuziehen und/oder die entstehenden Aggressionen werden gegen sich selbst oder andere ausgelebt. Dieses spielt auch in den Selbsthilfegruppen der Menschen mit Messie - Syndrom eine große Rolle und kann für die Existenz dieser Gruppen ausschlaggebend sein.

Diese beiden Überlegungen sind auch die Gründe und das Konzept, das für die Durchführung und Wirksamkeit dieses Fortbildungswochenendes spricht. Da nur zwei Teilnehmer aus einer Selbsthilfegruppe daran teilnehmen dürfen, fördert dieses noch zusätzlich das Verantwortungsgefühl und die Fähigkeit zur Kommunikation, wenn z. B. das Erlebte und die gewonnenen Erfahrungen in die Gruppe zurückgegeben werden sollen.

Fazit: Die Fachtagung vermittelt das notwendige Wissen über diese Störungsart, die Arbeitstagungen fördern die sozialen Kompetenzen von Betroffenen und wirken der sozialen Isolierung entgegen. Die Fortbildung wirkt gegen Resignation und Frustration in den Selbsthilfegruppen und schafft eine neue Perspektive auf ein anderes Leben.


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